FAQ

FAQ

Sind Chilipflanzen mehrjährig?

Ja, die Chilipflanzen sind mehrjährig. Sie vertragen aber keinen Frost!

Wann können Chilis ausgesät werden?

Grundsätzlich können Chilis das ganze Jahr über ausgesät werden. Sie vertragen aber keinen Frost und können in der Schweiz in mittleren Lagen von Mitte Mai bis Ende September draussen kultiviert werden. Für Topfkulturen ist eine Aussaat also das ganze Jahr möglich, bei tiefen Temperaturen müssen die Pflanzen nach drinnen geholt werden. Falls Sie die Chilis auspflanzen möchten, sollte die Aussaat zwischen Dezember und März stattfinden, damit die Setzlinge Mitte Mai bereits eine gewisse Grösse haben und möglichst früh Früchte bilden können.

Wie ist das Saatgut verpackt?

Das Saatgut wird in Druckverschlussbeutel abgepackt und mit Klebe-Etiketten beschriftet. Danach werden die Druckverschlussbeutel zusammen mit den Stecketiketten in bedruckte Papierbeutel gepackt. In der Regel werden mehrere Sorten in einen Papierbeutel gepackt. Dies passiert vor allem aus ökologischen Gründen. Diese Verpackungslösung soll insgesamt sicherstellen, dass das Saatgut luft-, wasser- und lichtdicht gelagert werden kann und somit lange keimfähig bleibt. Falls Sie für jede bestellte Sorte einen separaten Papierbeutel wünschen, dürfen Sie dies gerne anmerken.

Meine Chilisamen sind nicht gekeimt, wo ist das Problem?

In den meisten Fällen braucht es einfach ein wenig mehr Geduld. Gewisse Sorten können (zumindest ohne Heizmatte) schon einmal 4 bis 5 Wochen für die Keimung brauchen. Es gibt aber auch oft Fälle, wo das Saatgut aufgrund zu grosser Wassergaben in der Erde verfault. Dies ist oft der Fall, wenn kein einziger Samen keimt. Ein weiterer Grund für das Ausbleiben der Keimung kann natürlich auch beim Saatgut selbst liegen. Da wir jedoch alle unsere Chilisorten auf Ihre Keimfähigkeit testen, ist dies für beim Chilibaron bezogenes Saatgut sehr unwahrscheinlich. Die Keimrate von sehr scharfen Sorten ist tendenziell niedriger, als bei weniger scharfen.

Meine Chilisamen sind gekeimt und kurz darauf eingegangen, was ist passiert?

Frisch gekeimte Sämlinge haben noch praktisch keine Wurzeln ausgebildet, mit denen sie Wasser aufnehmen können. Somit sind die ersten Tage nach dem Keimvorgang sehr heikel bezüglich Bewässerung. Man sollte die Pflanzen regelmässig ganz sanft mit einem Pumsprüher bewässern. Wassergaben „auf Vorrat“ sind auf keinen Fall eine gute Idee und können regelmässige, kleinere Wassergaben nicht ersetzen. In den meisten Fällen, bei denen Sämlinge kurz nach dem Keimvorgang eingegangen sind, sind die Sämlinge schlichtweg vertrocknet. Es gibt auch Fälle, wo die Sämlinge zu feucht hatten und somit verfault sind. Welcher von beiden Fällen nun eingetroffen ist, kann der betroffene Chiligärtner in der Regel selber am besten abschätzen.

Die frisch gekeimten Sämlinge (oder die frisch umgetopften Chilipflanzen) entwicklen sich nur langsam. Wie kann ich diese Entwicklung beschleunigen?

Grundsätzlich sind frisch gekeimte (oder auch umgetopfte) Chilipflanzen zu allererst einmal mit der Ausbildung des Wurzelwerks beschäftigt. Erst danach entwickeln sich die oberen Pflanzenteile weiter. Gewissermassen ist eine langsame sichtbare Entwicklung nach dem Keimvorgang oder dem Umtopfen ganz normal. Falls sich die Pflanzen nach 1 bis 2 Wochen immer noch nicht vom Fleck bewegen, kann man mit Flüssigdünger nachhelfen. Auch eine Blattdüngung kann hier sehr hilfreich sein, dafür sollte man aber geeignete Düngemittel verwenden und eine tiefere Konzentration verwenden, als auf der Packung angegeben ist. Ein weiterer Punkt für eine langsame Entwicklung kann auch fehlendes Licht sein. Hier können Sie die Pflanzen an einen helleren Ort stellen oder allenfalls mit einer künstlichen Zusatzbeleuchtung nachhelfen. Natürlich kann eine fehlende Entwicklung auch aufgrund eines schlechten Wassermanagements entstehen. Hierbei sollte man sich vor Augen halten, dass Chilipflanzen Trockenheit eher vertragen als Staunässe.

Kann ich meine Chilipflanzen überwintern?

Die Überwinterung von Chilipflanzen ist durchaus möglich. Es gibt allerdings einige Punkte zu beachten (Siehe Kapitel „Überwinterung“)

Die Blüten meiner Chili fallen ab, was kann ich tun?

Grundsätzlich bilden Chilifplanzen mehr Blüten, als schlussendlich Chilischoten daraus resultieren. Diese natürlich Überproduktion ist ein Schutzmechanismus, der die Reproduktion der Pflanze sicherstellt. Wenn nun allerdings alle Blüten abfallen, hat dies in der Regel einen der folgenden drei Gründe:

1. Oft haben die Pflanzen Probleme mit dem Wasserhaushalt. Erfahrungsgemäss haben viele Pflanzen eher zu feucht als zu trocken. Als Lösung muss das Wassermanagement angepasst werden. Wenn die Blüten vor dem Abfallen schwarz werden, handelt es sich meistens um eine zu feuchte Kulturführung.

2. Die Pflanzen haben zu wenig Nährstoffe. Hier kann gut mit Flüssigdünger nachgeholfen werden.

3. Die Pflanzen haben zu wenig Licht für eine ideale Entwicklung. Als Lösungsansatz kann man die Pflanze entweder an einen helleren Ort stellen oder man zieht eine Zusatzbeleuchtung hinzu (LED-Modul, Energiesparlame,...).

Kann ich selbst Saatgut gewinnen und das nächste Jahr aussäen?

Dies ist grundsätzlich möglich. Einige Dinge sollten dabei aber unbedingt beachtet werden. Es lohnt sich dazu das Kapitel „Saatgutgewinnung“ genau durchzulesen.

Wann kann ich meine Chilis Ernten?

Die Chilis können geerntet werden, sobald der Farbumschlag der Schoten vollständig abgeschlossen ist. Gewisse Sorten können und werden auch vor dem Farbumschlag geerntet (z.B. Jalapeños). Je früher man die Chilis vor dem Farbumschlag erntet, desto mehr Bitterstoffe sind darin enthalten. Nach dem Farbumschlag können die Früchte auch noch 1 bis 2 Wochen an der Pflanze bleiben. Spätestens dann sollten die Früchte aber geerntet werden, da sonst der Zersetzungsprozess beginnt.

Ich habe Blattläuse an meinen Pflanzen. Wie werde ich diese Plagegeister wieder los?

Am besten waschen Sie die Blattläuse über dem Spühlbecken mit Wasser (allenfalls mit Schmierseife versetzt) von der Pflanze ab. Danach sollten Sie Ihre Pflanzen regelmässig auf Blattläuse kontrollieren. Falls diese Massnahmen nicht den gewünschten Effekt erzielen, können Sie im Notfall auch zu einem biologischen Insektizid greifen.

Es schwirren kleine schwarze Mücken um meine Pflanzen. Wie kann ich die bekämpfen?

Diese schwarzen Mücken sind sogenannte Trauermücken und in der Regel unschädlich für die Chilipflanzen. Da Trauermücken aber sehr nervig sind und sich ihre Population in der Regel rasend schnell entwickelt, kann man mit biologischen Mitteln nachhelfen. Für die Bekämpfung von Trauermücken bieten sich die beiden Mittel Solbac Tabs und Traunem an. Die sichtbare Wirkung dieser biologischen Pflanzenschutzmittel tritt übrigens erst nach etwa 10 Tagen ein, da die Mittel vorwiegend auf frühe Entwicklungsstadien der Trauermücke wirken. Die meisten handelsüblichen Erden sind übrigens mit Trauermücken-Eiern behaftet. Allenfalls kann eine Hitzebehandlung als Präventivmassnahme sinnvoll sein.

 

Falls Sie weitere Fragen haben, dürfen Sie sich natürlich gerne an mich wenden. Hier gehts zum Kontaktformular.